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"Es ist eine erstaunliche, aber nicht zu leugnende Tatsache,
daß die gegenwärtige Medizin eine eigene Lehre vom kranken Menschen nicht besitzt."

Viktor von Weizsäcker

Das zentrale Anliegen des Heidelberger Arztes Viktor von Weizsäcker (1886-1957) war die Reform der Medizin. So selbstverständlich wie die Naturwissenschaften sollten Philosophie, Theologie und Sozialwissenschaften und schließlich auch Literatur und Kunst zur Medizin gehören.
In diesem Sinne entwarf er die Medizinische Anthropologie für ein neues Verständnis der Krankheit als einer Weise des Menschseins.

 

Am bekanntesten wurde seine Schrift "Der Gestaltkreis" als Versuch zur methodischen Grundlegung der Lebenswissenschaft.

 

In vielen Bereichen der Wissenschaft haben sich seither rapide Fortschritte und Paradigmen­wechsel ergeben – begleitet von einer zunehmenden Spezialisierung der Disziplinen. Ganz im Geiste Viktor von Weizsäckers besteht daher heute mehr denn je die Notwendigkeit für einen transdisziplinären Dialog, es braucht ein Forum für die Wissenschaften vom Menschen.